Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah! Das dachten sich die Wanderer der Fußball-Alten Herren des TSV Kusterdingen und machten sich auf den Weg nach Sigmaringen. Dabei waren Hans Grauer, Gert Hoffmann, Uli Klitscher, Achim Hauser, Herbert Kehrer, Jörg Nagel und Rainer Ott.
Schon bevor es los ging mit Wandern beeindruckte uns das mächtige Hohenzollernschloss an der Donau, ein imposantes Bauwerk, das schon für sich gesehen eine Ausfahrt in dieses schöne Städtchen rechtfertigen kann. Aber wir packten unseren Rucksack und machten uns auf den Weg. Erst mal war der Weg das Ziel, wir wollten oberhalb des Laucherttals eine schöne Strecke finden. Dabei fanden wir konkrete Ziele, den Nägelesfelsen und das "Alte Schloss", die Ruine Hertenstein. Es war zwar nicht mehr viel übrig vom Alten Schloss, aber alle waren beeindruckt, dass man auf einem so kleinen Felssporn ein Schloss errichten kann. Nach dem Rückweg konnten wir stolz feststellen, dass unser Plan, einigermaßen eben zu laufen, nicht aufgegangen war, wir haben doch einige Höhenmeter gemeistert.
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Dann gings zum Hotel, einem schönen Fachwerkhaus in der Fußgängerzone von Sigmaringen, einen Steinwurf vom Schloss entfernt. Vor dem Abendessen wollten wir noch etwas die Stadt erkunden und haben uns erwartungsfroh in ein Cafe gesetzt, und fast alle haben einen Eiskaffee bestellt. Leider war nur noch Eis für zwei Portionen da, so dass die Anderen umbestellt haben. Überraschenderweise kam dann noch Eis, und die Eiskaffee wurden spontan nachbestellt. Dann ging es zum Abendessen, wo wir mit einer Gruppe aus Oferdingen ins Gespräch kamen. Diese haben uns empfohlen, nach Inzigkofen zum Fürstlichen Park zu wandern.
Gemacht getan, nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück gingen wir durchs Donautal in Richtung Inzigkofen. Vor Ort entschieden wir, nicht in den Park, sondern zum ehemaligen Kloster zu gehen, wo wir auf einer Bank im Schatten einer großen Linde das obligatorische Vesper genossen haben. Nach einer Runde durch das Kloster hatten wir uns dann auch noch ein frisches, kühles Getränk im Biergarten beim Kloster verdient. Und dann ging es zurück, zwei Gruppen auf zwei verschiedenen Wegen, auf beiden Seiten der Donau.
Zufällig trafen wir uns vor einer Minigolfanlage wieder, und da wir bereits am Abend vorher schon dort waren und beschlossen hatten, eine Runde Minigolf zu spielen, setzten wir das in die Tat um. Wir machten zwei Gruppen, die jeweils den Parcours durchliefen. Dann wurden die Schläge zusammengezählt (teilweise wurde mehrfach nachgerechnet), und der Tagessieger stand fest. Die sechs Jüngeren unserer Gruppe mussten zugestehen, dass bei Minigolf offensichtlich Lebenserfahrung hilft. Denn die mit Abstand wenigsten Schläge hat Gert Hoffmann, mit 88 Jahren unser ältester Mitwanderer, benötigt. Damit ist Gert unangefochten unser Minigolf-Champion 2026! Glückwunsch nochmal auf diesem Weg!
Als gemütlichen Abschluss am Sonntag sind wir dann Richtung Meßkirch gefahren und haben angewandte Archäologie im Camps Galli angeschaut. Dort wird eine Klosteranlage nach alten Plänen, die im Kloster Sankt Gallen gefunden wurden, mit alten Werkzeugen, Materialien und Techniken gebaut. Hochinteressant, der Besuch hat sich gelohnt!
Ein schönes Wanderwochenende ist zu Ende, bevor es im kommenden Jahr wieder heißt: Warum in die Ferne schweifen ...
Bericht: Rainer Ott



